Der Rabbi und die koscheren Gummibärchen – Die deutsch-jüdische Blogosphäre

Politics & Society
re:publica 2015

Short thesis: 

Im Jahr 2009 schrieb Chajm Guski einen Artikel für die Jüdische Allgemeine über die deutsch-jüdische Blogospäre und stellte wenig überrascht schon damals fest, dass es dabei um mehr geht als Antisemitismus, Israel und Klezmer. Was hat sich seit dem getan, wer schreibt noch und worüber? Warum lohnt es sich, einen Blick von „außerhalb“ auf diese Welt zu werfen? Und was bewegt deutschsprachige Juden zum Schreiben?

Description: 

Ab 2008 ging die Zahl der jüdischen, auf deutsch schreibenden Blogger, nach oben. Anders, als man wohl erwarten könnte, geht es in den Beiträgen nur selten um Shoah, Auschwitz und Antisemitismus. Welches sind also die Themen? Das Leben, ganz einfach. Wie tritt man zum Judentum über? Wo kann man einen Rabbi auch ohne Gemeindemitgliedschaft um Rat fragen? Wie findet man Arbeit und Wohnung in Jerusalem? Und wo gibt es koschere Gummibärchen? Kleine und große Dinge des Alltags eben und nicht alles ist immer nur „jüdisch“. Ganz im Gegenteil.

Werfen wir also einen Blick auf das, was so geboten wurde und noch immer wird. Was ist aus den Blogs geworden, welchen Einfluss, welche Reichweite haben sie?

Als im Sommer 2014 der offen zur Schau getragene Judenhass so laut wurde und das Land seltsam still blieb, kamen die ersten Stimmen aus dieser Welt.

STG-9
Thursday, May 7, 2015 - 14:15 to 14:45
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