Mobilität 2050: Steuern wir auf eine Gentrifizierung der Personen- und Gütermobilität zu?

Mobility & City
re:publica 2017

Kurzthese: 

Im Zuge der Urbanisierung und der Vernetzung von Mobilitätssystemen kommt es in den Ballungszentren weltweit nach der Gentrifizierung der Innenstädte in Zukunft zu einer Gentrifizierung der Personen- und Gütermobilität. Entsprechend muss die Diskussion um die Neutralität der Kommunikationsinfrastrukturen erweitert werden, um die Diskussion der Neutralität der Verkehrsinfrastrukturen.

Beschreibung: 

Alle Zeichen stehen auf Stau, denn durch die Urbanisierung wird sich der Druck auf die Verkehrsinfrastrukturen in den Metropolen der Welt weiter erhöhen. Bereits heute gilt für die Reise per Flugzeug oder Bahn: Flexibilität, Schnelligkeit und Komfort kosten Geld – mitunter sehr viel Geld! Mit Blick auf die Verknappung der Ressource Verkehrsraum in den Ballungszentren weltweit, könnte sich eine ähnliche Entwicklung in Zukunft für den Personen- und Güterverkehr ergeben. Die zunehmende Vernetzung von Verkehrsträgern untereinander sowie zwischen Verkehrsträgern und Personen und Waren eröffnet vielfältige Diskriminierungsmöglichkeiten. Die Debatten um Fahrverbote für PKW mit Dieselmotor im Stadtbereich oder um die Einrichtung exklusiver Fahrspuren für Elektroautos schicken ihre Schatten voraus. Ist nach der Neutralität der Kommunikationsnetze auch die Neutralität der Verkehrsnetze in Gefahr?

Um den Zugang zur Stadt als Lebensraum und Arbeitsmarkt für alle Bevölkerungsschichten zu erhalten, müssen wir sicherstellen, dass die städtische Personen- und Gütermobilität der Zukunft diskriminierungsfrei für jedermann zur Verfügung steht.

Stage J
Mittwoch, 10. Mai 2017 - 12:30 bis 13:30
Deutsch
Vortrag
Alle

Tracks

Tracks: