#rp17-Programm Update März: Die Zweite

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In dieser Woche gibt es nun die kuratorischen News Nummer zwei. Nachdem wir mehr über die Tracks re:learn, re:healt, business & work, science:fiction, re:blog und Love Out Loud! im ersten Teil erfahren haben, stellt das Programmteam in der zweiten Runde sechs weitere Programmpunkte vor. Dazu gehört auch unser labore:tory im Kühlhaus der STATION, das wir in diesem Jahr sogar mit zwei Bühnen bespielen werden.

Fernanda: “Im vergangenen Jahr haben wir das labore:tory vorgestellt: drei Tage Schwerpunkt auf der Schnittstelle von Kultur, Technik und Gesellschaft. Im Jahr 2017 entwickelt sich das Konzept weiter, um das Schirmthema "Love Out Loud!" zu fassen. Das labore:tory ist der Spielplatz der re:publica und präsentiert Innovation und Kreativität, neben starken Ausstellungsbeiträgen, die sich nah an den Herzen und Köpfe unserer Partner befinden. Der Raum wird zwei Bühnen mit Vorträgen, VR-Ausstellungen, Kunstinstallationen und viele verspielte Überraschungen beinhalten."

Katharina: "Die Kooperation mit dem Wissenschaftsjahr hat mittlerweile nahezu Tradition. In diesem Jahr gehen wir auf Tauchkurs und wenden uns Meeren und Ozeanen zu, zusammengefasst unter dem sub:marine-Track. Besonders am Makerspace begegnen wir Meeresbewohnern und dem technologischen Monitoring von sensiblen Umweltzonen: Wir hören über Hydrophone in die Unterwasser-Geräuschwelt, machen auf der Bühne Ausflüge zum Rückgrat des Internets am Meeresgrund und hören, warum es bei der Rohstofferschließung im Ozean teils zugeht wie im wilden Westen. Apropos (Space-)Cowboys: Überraschend groß sind die Schnittstellen auch zur Erforschung des Weltalls. Davon erzählen Christine Corbett Moran und Eden Kupermintz und wer bei Ozeanen vorrangig an Jacques-Yves Cousteau denkt, auch wir begrüßen einen großen Meeresforscher mit Mütze: Ulrich Bathmann. Euch erwarten neue Forschungsergebnisse technologisch-ästhetischer und datenjournalistischer Natur."

Helene: "Musikalisch und physisch nimmt der Music-Track im labore:tory unter dem Motto "Berlin – Music City = Tech City" Form an. Wie gestaltet die Musikszene die Stadt? Warum sind Frauen in der elektronischen Musikszene immer noch unterrepräsentiert und wie können wir das ändern? Und verändert Streaming auch Musik an sich? Diesen und weiteren Fragen werden wir nachgehen. Außerdem trommeln wir die lokale Community für einen gemeinsamen Abend mit Gesprächen und natürlich Musik zusammen.

Alex: “BloggerInnen, VloggerInnen, PodcasterInnen sowie alle Interessierten, können im Law Lab gemeinsam mit ExpertInnen ihre ersten Schritte in das 101 des Medienstrafrechts wagen. Wir ergründen die rechtlichen Aspekte des Schreibens im Netz und der aktiven Nutzung von Social-Media-Diensten. Ob gewaltfreie Kommunikation auch im Netz funktioniert und wann man wirklich juristische Unterstützung benötigt wird, hat sich ein Streitgespräch zum Thema gemacht. Zur Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), unterbreiten uns eine Bloggerin und ein Datenschützer, wie AktivistInnen diese zunehmende Transparenz für sich nutzen können und so das Bruttosozialdatenschutzniveau erhöhen. In Zeiten von Online-Learning und dem Zugriff auf Kunstsammlungen in Netz stellen sich neue Fragen des Urheberrechts. In dieser Diskussion wird Delia Browne von der National Copyright Union Impulse geben, wie Copyrights auf Bildung und Kultur zugeschnitten werden können." 

Katharina: "Unsere Hauptbühne gehört den technologischen und gesellschaftlichen Diskursen des Jetzt. Hier werden Impulse von unterschiedlichen Standpunkten betrachtet, um sie auf anderen Bühnen weiter fortzusetzen. Für diese Vielfalt haben wir bei anderen Anlässen vorgefühlt, Terminkalender sämtlicher Zeitzonen gecheckt und gemeinsam an Themen gefeilt. Wir erwarten den Schachgroßmeister und Oppositionellen Garry Kasparov. Julian Oliver und Trevor Paglen werden über ihre künstlerischen Interventionen sprechen. Mit Elisabeth Wehling haben wir ein akademisches Schwergewicht aus der Neurolinguistik an Bord. Wie auch mit Speakerin Orit Halpern. Sie reflektiert bei uns über Big Data. Der Architekt Usman Haque reiht sich in den Reigen der Hauptbühnler und gibt Einblicke in die Verbindung aus Soziologie und Urbanismus Mit diesen Highlights freuen wir uns auf tiefe Einblicke und umso bereichernde Diskussionen im Anschluss."

Geraldine: “Der GIG-Track ist, was Formate und Themen angeht vielseitig: An allen drei Tagen gibt es Hands-on Hardware-Basteln am Makerspace: Von Batterien aus Schlamm, interaktiven Liebesbriefen, lumineszierende Meeresbakterien züchten und Luftfilter bauen, bis hin zum 3D-Drucken mit kompostierbaren Materialien und Musikinstrumente löten lernen. Auf der Bühne gibt es um selbstgebaute Image Signal-Prozessoren (ISPs) und andere freie Infrastrukturprojekte aus aller Welt, Mobile Health-Lösungen aus Afrika, wie gegen Hate-Speech im Süd-Sudan vorgegangen wird oder wie der Mittelstand die Makerbewegung verinnerlicht. Wir freuen uns auf GIG-SpeakerInnen aus aller Welt. Dieses Jahr zum Beispiel aus Brasilien, Indien, Indonesien, Nepal und Ägypten.

Und wem das nicht genug ist, der findet das vorläufige Programm hier


Bildnachweis: Lennart Mühlenmeier

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