Ein Blick zurück auf die Gesundheit von morgen: re:health auf der #rpTEN

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Isabela Granic about biofeedback games (re:publica/Gregor Fischer CC By 2.0)

Ob Crowdsourcing für kostengünstigere Medikamente oder Computerspiele gegen Demenz – der re:health-Track der re:publica (Twitter: @rehealth) hat auch in diesem Jahr wieder viele Beispiele dafür gezeigt, wie die Digitalisierung das Gesundheitswesen nicht nur verändert, sondern auch verbessern kann. Gemeinsam mit dem World Health Summit (WHS), unserem langjährigen Ko-Kurator Tobias Neisecke und der Journalistin und re:publica-Speakerin Shari Langemak hatte unser Programmteam aus euren Einreichungen auch zur #rpTEN wieder ein abwechslungsreiches re:health-Programm zusammengestellt. In 24 Sessions haben insgesamt 40 Speaker von ihren Ideen und Visionen berichtet – und nicht immer waren sie hierbei einer Meinung.

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Full house at the #rpTEN re:health track (re:publica/Jan Zappner CC BY 2.0)

In der Session “Ziemlich schlechte Freunde? Depression und Social Media” berichten zum Beispiel Kati Krause und Uwe Hauck über ihre ganz unterschiedlichen Erfahrungen. Während Facebook und Twitter Kati in ihrer Depression zunehmend Energie und Freude raubten, empfand Uwe den Online-Austausch als befreiend. In der an die Talks anschließenden Diskussion kamen allerdings beide zu dem Schluss, dass sie mit ihrer Meinung letztendlich doch nicht so weit auseinander liegen: Ob Social Media bei Depression verstärkend oder lindern wirkt, müsse jeder für sich selbst herausfinden.

Dass Sharen bei anderen Krankheiten aber helfen kann, wurde bei “#GameForGood - The quest to save the human brain” gezeigt. In diesem Fall geschieht das Teilen allerdings unbewusst, beim Spielen vom Abenteuergame “SeaHeroQuest”. “Wir haben festgestellt, dass Gaming und Crowdsourcing eine fantastische Möglichkeit sein können, um eine große Datenbasis zur Navigation von Gesunden zu erstellen, mit deren Hilfe wir wiederum Demenz besser diagnostizieren können”, sagt Prof. Michael Hornberger von der University of East Anglia in Norwich (GB). Letztendlich soll das von der Deutschen Telekom gesponserte Projekt dabei helfen, Demenz früher und spezifischer zu diagnostizieren. 
 

 

Einen anderen Ansatz für die Power der Crowd im Gesundheitssystem stellte Dr. Brigitte Strahwald in ihrer Session “Citizenpharma” vor. Crowdfunding kann ihrer Meinung nach eine Lösung für dramatisch steigende Medikamentenpreise sein. In ihrem Talk berichtete die Ärztin und Graphic Designerin über verschiedene Ansätze, wie Wirkstoffe künftig unabhängig von großen Pharmaunternehmen entwickelt und produziert werden könnten.

Übrigens: Der World Health Summit - Forum für globale Gesundheitsfragen - findet vom 9.-11. Oktober in Berlin statt. Er ist interdisziplinär, international und unabhängig. Auf ihm beraten ExpertInnen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die Herausforderungen in der globalen Gesundheitsforschung und -versorgung. Mehr Infos findet ihr hier.

Alle Sessions des re:health-Tracks findet ihr hier inklusive Video- und/oder Audioaufzeichnungen

Bildernachweise: re:publica/ Gregor Fischer & Jan Zappner (CC BY 2.0) Cover-Image, Foto 2 

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