Zeit für Sabotage!

Politics & Society
re:publica 2014

Kurzthese: 

Wie NGOs durch Subversion, zivilen Ungehorsam und Humor ihre Legitimität behalten und dabei noch Geld sparen.

Beschreibung: 

Wir brauchen mehr Zivilen Ungehorsam. Humorvoll, zärtlich, durchaus, aber klar und deutlich. Denn wenn Campaigner_innen weiter auf Kuschelkampagnen setzen, verlieren sie langfristig an Legitimität. Das Institut für politische Schönheit hat mit Risiko und Spiel deutsche Panzerdeals auf die politische Agenda gebracht, die Space Hijacker sind mit einem Panzer vor die Bank of Scotland gefahren, das Peng Kollektiv hat sich auf einer Shell PR-Veranstaltung als Redner einladen lassen und eine Ölfontäne explodieren lassen.

Jedes mal sind mit einfachen Mitteln Wellen um den Globus gegangen, massenweise Menschen waren inspiriert und lachten vor ihrem Laptop, CEO Etagen diskutierten die neuen Bedrohungen einer unkontrollierbaren Gegenbewegung. Doch nur wenige große NGOs trauen sich noch Aktionen, wo sie den Machthabern vor den Karren pissen und öffentlich auslachen lassen.

Während sich die strukturellen Machtunterschiede durch einen Konsens verhärten, was etablierte NGO Arbeit darf und was nicht, verliert die Zivilgesellschaft an Einflussmöglichkeiten. Und damit verlieren NGOs an Legitimität - denn sie verteidigen ihr Publikum nicht mehr so effektiv wie sie es könnten. Tigerbaby- und Wasser-Spenden-Kampagnen werden zum Symbol der neuen Trägheit.

Zusammen mit dem mobilisation lab, den Space Hijackern, der Hedonistischen Internationale, dem Institut für Politische Schönheit und vielen anderen wird das Kollektiv zu einem globalen Spiel der Subversion und humorvollen Zivilen Ungehorsams aufrufen. Der Startschuss ist vermutlich am 9ten Mai, die Spielregeln werden hier vorgestellt.

stage E
Dienstag, 6. Mai 2014 - 12:30 bis 13:30
Deutsch
Diskussion
Fortgeschrittene

Speakers

Sea-Watch head of media and campaigns